Flexibles steueroptimiertes Zweitdepot: mehr Zinseszinseffekt durch Steuerstundung
Viele Anlegerinnen und Anleger haben ein klassisches Wertpapierdepot bei einer Bank. Das funktioniert gut – hat aber einen Haken: Steuern können während der Laufzeit immer wieder Kapital aus dem Depot „abziehen“. Genau hier setzt ein flexibles steueroptimiertes Zweitdepot an: Es geht um ein zusätzliches Depot-„Gefäß“, in dem Erträge nicht laufend mit Abgeltungssteuer belastet werden, sondern die Besteuerung typischerweise in die Auszahlungsphase verschoben wird.
Ein weiterer konzeptioneller Vorteil kann in der Auszahlungsphase greifen: Unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen wird bei einem flexiblen steueroptimierten Zweitdepot nicht der gesamte Gewinn besteuert. Stattdessen kann lediglich ein Teil der Erträge steuerlich relevant sein. In konkreten Konstellationen bedeutet das, dass bis zu 57,5 % der erzielten Gewinne steuerfrei bleiben können. Entscheidend hierfür sind unter anderem die Vertragslaufzeit, das Alter bei Auszahlung sowie die gewählte Auszahlungsform.
Damit entsteht neben der Steuerstundung während der Ansparphase ein zweiter möglicher steuerlicher Effekt in der Entnahmephase, der die Nettorendite zusätzlich verbessern kann. Wichtig ist jedoch: Dieser Vorteil greift nicht automatisch, sondern nur bei Erfüllung der jeweiligen gesetzlichen Kriterien und sollte immer individuell geprüft werden.
Wichtig: Das ist keine „magische Rendite“. Die Rendite kommt weiterhin aus der Geldanlage (z. B. ETF, Fonds, Aktien). Der Unterschied ist vor allem steuerlich und wirkt wie ein Hebel auf den Zinseszinseffekt.
